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Es ist nie zu spät, um aufzustehen. Dieser Blog handelt von meinem Weg in die Gesundheit - ohne Essstörung.
 

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Danke an Franzi und Anna-Maria, denn auch das gibt mir viel Kraft. Es gibt so wunderbare Menschen und es reicht, wenn diese einfach nur da sind und ich von ihrer Existenz weiß.

Beim Durchstöbern meiner Texte (eigentlich wollte ich etwas löschen, doch stattdessen kramte ich Altes/Neues hervor), fielen mir ein paar besonders schöne Worte ins Auge, die ich gerne ins Jetzt hineintragen und mitnehmen möchte. Auch wenn sie eher schwammig und ein bisschen sinnlos, vor allem am Ende, sind, ist das Lesen von ihnen für mich wie das Auftragen einer entzündungshemmenden Creme:

Unbeschwert wäre das Leben zu leicht. Unbeschwert würden wir kraftlos davon fliegen und irgendwo im Nirgendwo verloren gehen. Keine Anziehungskraft würde uns irgendwo halten oder an irgendwen oder irgendetwas binden. Ohne ein Gefühl der Schwere, lebt es sich nicht lohnenswert. Denn ohne jemals Schwere gefühlt zu haben, wären wir niemals in der Lage dazu, Leichtigkeit zu fühlen. Wir wüssten ja gar nicht, was Leichtigkeit ist. Warum sollten wir überhaupt Erleichterung verspüren wollen, wenn uns doch nie etwas beschwert? Wir können ja überhaupt keine positiven Gefühle fühlen, wenn wir niemals auch die Negativen fühlen. Ist es das wirklich wert?

Lasset dir gesagt sein: Ein Leben ohne Gefühle, sagt mir mein Gefühl, wäre nicht lebenswert. Wir sollten uns auf schwere Aufgaben, Lasten und belastende Situationen freuen, da sie der einzige Weg zum wunderbaren Gefühl der Erleichterung sind, welches das Tor zu noch so viel mehr positiven Gefühlen öffnet. So wie du bist, bist du wertvoll und vollkommen! Werte dich nicht ab. Wünsche dir nicht, du wärest nicht vollkommen, sondern nur so halbwegs oder jemand ganz anderes, nur weil du dich gerade fälschlicherweise (!) in einem Szenario der Schwere hoffnungslos gefangen siehst. Nur Engel können fliegen. Vögel können fliegen. Libellen, Schmetterlinge und Feen… Fliegen können fliegen. Wir… können nur träumend fliegen. Wenn wir uns im Traum fliegend darüber bewusst sind, wie schwer es ist und wie schwer wir sind, und dass es gut so ist. Und jeder lernt es anders. Mancher muss Anlauf nehmen, ein anderer merkt, dass er sich mit Schwimmbewegungen gut in der Luft fortbewegen kann, und ein dritter verliert einfach den Boden unter seinen Füßen. Doch eines ist allen gemeinsam: Die Angst vor dem Absturz. Die aber doch nur gefühlt wird, wegen der wunderbar erdigen Kraft, die uns niemals bewusst davonfliegen lassen würde. Unbewusst hält sie uns immer bei sich, mit den Füßen auf den Boden bis zu unserer Vorstellung von (Un-)Endlichkeit. Leben. Die Erde erdet uns immer wieder - aufgrund der Schwere.

Einwirken lassen.

 :-( Wenn man einmal wieder anfängt mit dem Essen-und-Erbrechen, ist es so viel schwerer da wieder rauszukommen, als wenn man schon mehrere abstinente Tage schafft. Man muss sich die abstinenten Tage erarbeiten. Und deshalb bewundere ich die Menschen, die sich da schon Monate oder gar Jahre erarbeitet haben. Es aushalten. Ich möchte nicht so enden in der Sucht wie mein Opa.

25.8.14 15:41

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(26.8.14 18:44)
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